Infolge des Krieges gegen Eritrea (1998 - 2000) sowie der massiven Dürre im Norden und Osten des Landes in den Jahren 2002 und 2003 hat sich die extreme Armut weiter verschärft.
Die Ernährungslage gilt als die schlechteste der Welt.
Die Ursachen sind Dürreperioden, ein hohes Bevölkerungswachstum, niedrige Landwirtschaftserträge und der Verlust natürlicher Ressourcen.
Äthiopiens Gesundheitssystem ist unzureichend und deckt den medizinischen Bedarf der Bevölkerung nicht ab.
Ein weiteres, gravierendes Problem ist die ungenügende Trinkwasserversorgung im Land. Nur etwa ein Fünftel der Einwohner hat Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Die Ressourcen des Landes für Bildung, Justiz sowie öffentliche Verwaltung sind unzureichend. Der schlechte Bildungsstand, über die Hälfte der Äthiopier ist nicht in der Lage zu lesen und zu schreiben, spiegelt die Armut des Landes wider.
| Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Äthiopien (vereinbart 2005) |
Kapazitätsaufbau zur Entwicklung der Wirtschaft.
Berufsbildungsreform zur Anpassung an die Bedürfnisse der Wirtschaft, v.a. Ingenieursausbildung
Stärkung der Privatwirtschaft und Einführung von Qualitätsmanagement
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Nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen zur Ernährungssicherung
Unterstützung der Bauern, um ihre Produktion zu diversifizieren und ungenutzte Potentiale zu aktivieren
Verbreitung produktionssteigernder und bodenerhaltender Verfahren
Optimierung der Transportwege zur Verbesserung der Nahrungsmittelverteilung
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Kapazitätsaufbau im Regierungs- und Verwaltungssystem
Aufbau einer föderalen Struktur
Beratung bei der Restrukturierung von Kommunen und Landesbehörden
Impulse für Partizipation und Demokratisierung, Stärkung der Zivilgesellschaft
Des Weiteren zählen HIV/AIDS- Prävention und die Bekämpfung weiblicher Genitalverstümmelung zu den Aufgaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Äthiopien.
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auswärtiges amt/ BM für wirtschaftliche zusammenarbeit und entwicklung |
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Die Situation der Menschenrechte in Äthiopien ist unbefriedigend. Es erfolgen Verhaftungen ohne Haftbefehl und korrekte Überprüfung durch die Gerichte. Häufig kommt es zu langen Gerichtsverfahren, die zum Teil auf das überlastete Justizsystem zurückzuführen sind.
Zwar sind die Rechte der Frauen in der äthiopischen Verfassung verankert, werden aber nicht immer realisiert. In Äthiopien sind Genitalverstümmelungen weit verbreitet, zur Bekämpfung fehlt es jedoch an erfolgreichen Aufklärungsmaßnahmen.
Die Landwirtschaft bildet die Basis der äthiopischen Wirtschaft, sie beschäftigt mehr als 75 Prozent der Erwerbstätigen.
Äthiopien wird neben dem Jemen als die Heimat des Kaffee Arabica bezeichnet. Es wird schätzungsweise eine Fläche von 400.000 ha von (wild wachsenden und kultivierten) Kaffeebäumen bedeckt. Mit einer Jahresproduktionsmenge von ca. 200.000 t ist das Land siebtgrößter Kaffeeproduzent und neuntgrößter Exporteur. (mehr...) |