Wasserprojekte: Äthiopien


Äthiopien (Afar-Region)

Aktuelles Wasserprojekt in Ost-Afrika, Laufzeit von 2012 bis 2016: Brunnenbau in der Afar-Region

 
whh

Projektbeschreibung

Viva con Agua unterstützt Wasserprojekte, die gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation APDA (Afar Pastoralist Development Association) in der Region durchgeführt werden. Das Ziel: Mit einem mobilen Bohrgerät ("drilling-rig") insbesondere in entlegenen Gebieten der Afar-Region Brunnen zu bohren. (mehr...)


Äthiopien (Amhara-Region)

Aktuelles Wasserprojekt in Ost-Afrika, Laufzeit von 2013 bis 2017: Verbesserung der Sanitär- und Wasserversorgung in der Stadt Bahir Dar

 
robert gensch

Projektbeschreibung

Die zunehmende Verstädterung in den letzten Jahren hat zur Folge, dass die Armut in den urbanen und suburbanen Räumen in Entwicklungsländern stetig ansteigt. Auf diesen Trend reagiert unser Partner Welthungerhilfe. Nachdem erste Projekte zur städtischen Landwirtschaft erfolgreich umgesetzt worden sind, wird seit Anfang 2013 ein WASH-Projekt in Bahir Dar, im Norden Äthiopiens, realisiert.

Bahir Dar ist die Hauptstadt der äthiopischen Provinz Amhara und die drittgrößte Stadt Äthiopiens. 2005 zählte die Stadt 167.261 Einwohner, die Zahl stieg bis 2009 auf über 200.000 und liegt aktuell bei mehr als 300.000 Menschen.

Der extreme Zufluss der Menschen führt zu einem chaotischen Wachstum der städtischen Struktur.
In den ärmeren Stadtrandgebieten verfügen lediglich 15% der Bewohner über einen Zugang zu einer Toilette. Die hygienischen Verhältnisse sind katastrophal – und die Stadt wächst. Zudem ist die Wasserversorgung unzureichend. Viele Familien beziehen ihr Trinkwasser aus ungeschützten Quellen, Mädchen und Frauen müssen ihre Notdurft im Freien verbringen. (mehr...)


Projektreise: Wo Alltag überleben heißt

April 2012: Hamburger Unterstützer rund um den FC St. Pauli besuchten mit Viva con Agua und der Welthungerhilfe e.V. Wasserprojekte in Äthiopien, um direkt zu erleben, was Hilfe leisten kann

 
henning heide

Erstaunen – eine passende Gemütsregung bei der Vorstellung dieser zwölfköpfigen Reisegruppe, die sich eine Woche per Bus durch Äthiopiens Hochland schlängelte. Jeden Tag ging es für Funktionäre, Geschäftsführer, Fans, Aktivisten, Kreative, EntwicklungshelferInnen auf Auswärtsfahrt, verbunden nur durch zwei Themen: Viva con Agua und den FC St. Pauli. Die nimmermüden Aktionisten von Viva con Agua luden zu einer, von jedem selbstfinanzierten, Projektreise und brachte indirekt verbundenen Menschen unter einen Hut, die diese Enthusiasmen teilen. (mehr...)


Entwicklungsland Äthiopien

Äthiopien ist eines der ärmsten Länder der Welt. Ein Überblick über die aktuelle Situation.

Infolge des Krieges gegen Eritrea (1998 - 2000) sowie der massiven Dürre im Norden und Osten des Landes in den Jahren 2002 und 2003 hat sich die extreme Armut weiter verschärft.

Die Ernährungslage gilt als die schlechteste der Welt.

Die Ursachen sind Dürreperioden, ein hohes Bevölkerungswachstum, niedrige Landwirtschaftserträge und der Verlust natürlicher Ressourcen.

Äthiopiens Gesundheitssystem ist unzureichend und deckt den medizinischen Bedarf der Bevölkerung nicht ab.

Ein weiteres, gravierendes Problem ist die ungenügende Trinkwasserversorgung im Land. Nur etwa ein Fünftel der Einwohner hat Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Die Ressourcen des Landes für Bildung, Justiz sowie öffentliche Verwaltung sind unzureichend. Der schlechte Bildungsstand, über die Hälfte der Äthiopier ist nicht in der Lage zu lesen und zu schreiben, spiegelt die Armut des Landes wider.

Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Äthiopien (vereinbart 2005)
Kapazitätsaufbau zur Entwicklung der Wirtschaft.
Berufsbildungsreform zur Anpassung an die Bedürfnisse der Wirtschaft, v.a. Ingenieursausbildung
Stärkung der Privatwirtschaft und Einführung von Qualitätsmanagement
Nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen zur Ernährungssicherung
Unterstützung der Bauern, um ihre Produktion zu diversifizieren und ungenutzte Potentiale zu aktivieren
Verbreitung produktionssteigernder und bodenerhaltender Verfahren
Optimierung der Transportwege zur Verbesserung der Nahrungsmittelverteilung
Kapazitätsaufbau im Regierungs- und Verwaltungssystem
Aufbau einer föderalen Struktur
Beratung bei der Restrukturierung von Kommunen und Landesbehörden
Impulse für Partizipation und Demokratisierung, Stärkung der Zivilgesellschaft

Des Weiteren zählen HIV/AIDS- Prävention und die Bekämpfung weiblicher Genitalverstümmelung zu den Aufgaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Äthiopien.
auswärtiges amt/ BM für wirtschaftliche zusammenarbeit und entwicklung
 

Die Situation der Menschenrechte in Äthiopien ist unbefriedigend. Es erfolgen Verhaftungen ohne Haftbefehl und korrekte Überprüfung durch die Gerichte. Häufig kommt es zu langen Gerichtsverfahren, die zum Teil auf das überlastete Justizsystem zurückzuführen sind.

Zwar sind die Rechte der Frauen in der äthiopischen Verfassung verankert, werden aber nicht immer realisiert. In Äthiopien sind Genitalverstümmelungen weit verbreitet, zur Bekämpfung fehlt es jedoch an erfolgreichen Aufklärungsmaßnahmen.

Die Landwirtschaft bildet die Basis der äthiopischen Wirtschaft, sie beschäftigt mehr als 75 Prozent der Erwerbstätigen.

Äthiopien wird neben dem Jemen als die Heimat des Kaffee Arabica bezeichnet. Es wird schätzungsweise eine Fläche von 400.000 ha von (wild wachsenden und kultivierten) Kaffeebäumen bedeckt. Mit einer Jahresproduktionsmenge von ca. 200.000 t ist das Land siebtgrößter Kaffeeproduzent und neuntgrößter Exporteur. (mehr...)


Äthiopien im Überblick

Die wichtigsten Eckdaten über das Land am Horn von Afrika.

 













Ländername
Demokratische Republik Äthiopien
Federal Democratic Republic of Ethiopia
Hauptstadt
Addis Abeba (ca. 5 Mio. Einwohner)
Lage
Horn von Afrika
Fläche
1,1 Mio. qkm (im Vergleich: Deutschland 357.000 qkm)
Klima
3 Klimazonen:
bis 1000 m feucht- oder trockenheiß
bis 1000 - 2.500 m gemäßigt, Temp.: 20-25 C
über 2500 m kühl (in Addis jährl. Temp.: 16 C
Regenzeit im Hochland: Juni-Sept. sowie Feb.-April
Bevölkerung
Gesamtzahl: Ca. 79 Mio.
Nationalfeiertag
28. Mai
Unabhängigkeit
Äthiopien war niemals kolonisiert, sondern 1936-1941 von Italien besetzt
Landessprachen
Amharisch, 2. Verkehrssprache: Englisch
Regionalsprachen: Oromo, Tigrinyan, Somali > 70 Stammessprachen
Religionen, Kirchen
Ca. 45% äthiop.-orthodoxe Christen
Ca. 40% Moslems
Ca. 6-10% ev./kath. Christen
Ca. 5% Naturreligionen (Schätzwert)
Staatsform / Regierungsform
Föderale Republik, Präsident als Staatsoberhaupt ohne Exekutivfunktionen; starker Premierminister
Verwaltungsstruktur des Landes
Bundesstaat mit 9 Regionen und 2 Stadtregionen (Addis Abeba und Dire Dawa)
Aufteilung der Regionen in Zonen (diese Ebene wurde in den meisten Regionen abgeschafft), Woredas (Distrikte/Stadtbezirke) und Kebelen (Gemeinden, Stadtvierteln)
auswärtiges amt

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