 | | | vca | | | Enjoy drinking water: Von Viva con Agua finanzierter Brunnen in Uganda | |
Der Brunnenbau soll die Wasserverfügbarkeit für die Bewohner des Distrikts Lira erhöhen und damit die gesundheitliche und wirtschaftliche Situation der Menschen optimieren. Zudem sind Hygieneschulungen und Trainings in Wartung und
Reparatur der Brunnen integrale Bestandteile der Projektmaßnahmen. Damit ist eine nachhaltige Nutzung der Anlagen gewährleistet.
Die Welthungerhilfe wird mindestens 8 neue Brunnen bauen und 6 Brunnen instand setzen, deren Pumpen nicht mehr ausreichend Wasser fördern können.
Ein weiteres Ziel des Projekts ist, dass die
maximale Entfernung zur nächsten
Wasserstelle nicht mehr als 1,5 km betragen
soll.
Die lokale Bevölkerung bildet Wasserkomitees, welche für eine ordnungsgemäße Nutzung der Brunnen,
Wartungsarbeiten und die Kontrolle der Trinkwasserhygiene zuständig sind.
90% der Begünstigten im Projektgebiet sind
aus Flüchtlingslagern zurückgekehrte
Bürgerkriegsflüchtlinge.
Die geplanten Maßnahmen verbessern die
Lebensbedingungen von rund 12.600
Menschen in den Projektregionen.
Die Fördersumme von Viva con Agua beträgt 110.000 Euro. Das bedeutet: Mit knapp 9
Euro verschaffen wir einem Menschen in Uganda dauerhaften Zugang zum
kostbaren Gut Wasser.
Hintergrundinformationen:
Wie ist die Situation vor Ort:
Die Welthungerhilfe hat im Lira Distrikt eine Untersuchung der Wasser- und
Sanitärversorgung durchgeführt. Zentrale Ergebnisse dieser Studie sind, dass die tägliche
Wasserverfügbarkeit immer noch unter den absoluten Mindeststandards von 15 Litern pro
Person und Tag liegt. Zudem sind die Distanzen zu den Wasserstellen und Wartezeiten an
diesen nach wie vor extrem hoch. Dies resultiert im Wesentlichen daraus, dass über 40%
der ursprünglichen Wasserinfrastruktur defekt oder vollständig zerstört ist.
Wie es dazu kam:
Ugandas jüngere Geschichte ist von Schreckensherrschaft und kriegerischen
Auseinandersetzungen geprägt. Zwischen 1971 und 1986 fielen in Uganda über 300.000
Menschen dem Krieg zum Opfer - auch in Internierungslagern unter unmenschlichen
Bedingungen. In den letzten Jahren gab es insbesondere im Norden des Landes
wiederholt bewaffnete Konflikte. Schätzungen zufolge kamen dabei mehrere
Hunderttausend Menschen ums Leben.
Die Wirtschaftslage Ugandas ist durch Kriege und Terror ruiniert worden. Die Bevölkerung Ugandas hat keinen Zugang zu einer Basisgesundheitsversorgung. Nur die Hälfte der städtischen Bevölkerung hat überhaupt Zugang zu sauberem Trinkwasser, in ländlichen Regionen liegt die Zahl noch niedriger. Die Versorgungssysteme sind veraltet und es gibt zu wenige
Abwasserentsorgungsanlagen.
1986 erfolgte die Machtübernahme des heutigen Präsidenten Yoweri Museveni, der durch
eine umfassende Reformpolitik einige Erfolge erzielen konnte. Ugandas Armutsbekämpfungsstrategie hat dazu beigetragen, dass der Anteil der Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, deutlich gesenkt werden konnte. Seit Sommer 2006
laufen Friedensverhandlungen zwischen der ugandischen Regierung und der
Rebellentruppe „Lord´s Resistance Army (LRA)“, die auf eine Befriedung des Nordens
hoffen lassen.
Uganda-Projektreise:
Viva con Agua unterstützt seit 2010 WASH-Projekte in Uganda. Zum Abschluss des ersten Projekts reisten einige VcA-Vertreter in die Region, um sich vor Ort über den Einsatz der VcA-Spendengelder und den Status des Projekts zu informieren. In Lira lernten sie das Team der Welthungerhilfe kennen und begegneten den Menschen, denen die VcA-
Spendengelder zugutekommen. "Für mich persönlich war dabei besonders beeindruckend, zu erleben, wie herzlich, aufrichtig und ehrlich der Dank und die
Anerkennung waren, die uns die Menschen der Dörfer entgegenbrachten", berichtet VcA-Aktionsmanager Michael Fritz.
In Lira tranken die VcA'ler das Wasser aus den neuen Bohrlöchern und probierten die
Einrichtungen zum Händewaschen und die Toiletten selbst aus. So konnten sie sich
persönlich überzeugen, dass die Spendengelder genau an der richtigen Stelle ankommen.
Seit 2010 flossen insgesamt 100.000 Euro in das Uganda-Projekt. Mit dem Geld konnten
insgesamt 38 Bohrlöcher finanziert und mehr als 25.000 Menschen Zugang zu sauberem
Wasser ermöglicht werden. Die Sanierung vieler alter Wasserstellen und Schulungen der
Anwohner zu Hygiene- und Gesundheitsfragen waren ebenfalls ein Teil des Projektes.
Christian Wiebe
Viva con Agua
Hier liegt das neue Projektgebiet:
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