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moritz piehler
Baden Baden staunt dem Tschukudu hinterher
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Rast am Straßenrand.
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Künstler Oskar
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Künstler Max
 
 
 
 
 
 


 

 
 
 
 
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Ein Reisetagebucheintrag von Friedrich Stiebeling
 

 
moritz piehler
Gruppenbild mit Künstlern
Seit einem Monat landeten in meiner Funktion als Viva con Agua Webmaster jeden Tag neue Reiseberichte vom WASSER!MARSCH auf dem Tisch. 20, mal 30, manchmal gar 50 km Laufstrecke, garniert mit exklusiven Veranstaltungen unterwegs...es war beeindruckend - aber für mich nicht real genug. Ich wollte es selbst erleben.

Die Etappe am Samstag von Baden-Baden nach Achern erschien ideal: Eine relativ kurze Laufdistanz von nur ca. 22,5 km (es wurden am Ende 27,5 km) durch den malerischen Schwarzwald. Also machten meine Freundin Claudia und ich uns auf in den Süden, um herauszufinden, wie es sich anfühlt, Wasserläufer zu sein.

Schon auf dem Weg zum vereinbarten Treffpunkt in Baden-Baden entdeckten wir die bunte Tshukudu-Truppe und schlossen uns nach eiliger Begrüßung an - so begann unser Wassermarsch bereits vier Kilometer früher als eigentlich geplant mit einem Marsch durchs langgezogene Baden-Baden, gehetzt vom Pressetermin. Im Zentrum auf der Fieserbrücke machten wir Rast, um der Mal-Aktion beizuwohnen: Die freischaffenden Künstler Oscar und Max (Atelier Schmidbauer) erstellten zusammen mit Caro Gottless vom SWR Malersaal ein Bild (2,20m auf 7,60 m!) für Viva con Agua - Thema: Gemalter Wasserverbrauch - , das im Laufe des Tages erfolgreich versteigert werden sollte - für den Gegenwert eines ganzen Brunnens, wie wir später erfuhren!

Gegen 12:00 Uhr ging es endlich los bei herrlichem sonnigen Wetter hinauf auf den Schwarzwaldrücken, durchs Grünbachtal und wieder hinauf in die Weinberge. Dort bot sich ein großartiger Ausblick hinunter in die Ebene entlang des Rheins, eine angemessene Belohnung für die geschafften ersten zehn Kilometer mit ewigem Auf und Ab, für uns Newbies kein Zuckerschlecken.

Nach dem Abstieg ins Tal trennten wir uns von der Gruppe, um unser eigenes Tempo zu gehen, denn wir spürten bereits deutlich die Auswirkungen der Etappe in den Knochen. Nun ging es nur noch geradeaus entlang der Schwarzwaldhochstraße Richtung Straßburg, und ich muss gestehen, dass der Elan spürbar nachließ. Die Etappe zog sich schier endlos hin. Vor Ottersweier holten wir die Läufer wieder ein, die eine Pause einlegten, um das EM-Vorbereitungsspiel der Nationalmannschaft in einer Kneipe anzusehen. Wir liefen lieber weiter, wir wollten es hinter uns bringen!

Ein Gewitterschauer und eine vermeintliche Abkürzung, die sich als großer Umweg herausstellte, brachten uns an den Rand der Aufgabe, aber schlussendlich haben wir doch durchgehalten und erreichten gegen 20:00 Uhr abends schwankend unser Ziel - mit einer erschöpften Laufgeschwindigkeit von ca. 3 km/h.

Neun Blasen, 4,5 Liter Wasserverbrauch pro Person, 27,5 km Netto-Laufstrecke, 10 Stunden unterwegs - soweit das Ergebnis des Tages, an dem wir abends fix und fertig in einen tiefen dumpfen Schlaf gefallen sind. Unser Respekt vor der Aktion ist gewaltig gewachsen: Es ist reiner Wahnsinn, was die Läufer leisten. Wir haben es selbst erlebt, und dabei war es nur eine kurze Etappe auf einem Gesamtmarsch von ca. 1000 km. Hut ab, haltet durch!

Euer Webwalka

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