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Brunnenrehabilitierung
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Toilettenbau in Ruanda
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Ungeschützte Wasserstelle in Kenia

Wasserprojekte


WASH - was ist das?

Trinkwasserversorgung - Sanitäre Grundversorgung - Trinkwasserhygiene

 
miriam boettner
Brunnenbau: Die Bevölkerung packt mit an

Die Bereitstellung von Wasser in ausreichender Menge und Qualität, das den Bedürfnissen privater Haushalte, der Landwirtschaft, Industrie und der Umwelt gerecht wird, wird weltweit zunehmend zu einem Problem.

Wiederum sind es die ökonomisch schwächsten Bevölkerungsteile der Erde, die am meisten unter der zunehmenden Verknappung der Ressource Wasser zu leiden haben. Die Hälfte der Bevölkerung in den Entwicklungsländern – insgesamt 2,5 Milliarden Personen - lebt ohne sanitäre Grundversorgung und fast 800 Millionen Menschen haben keinen zuverlässigen Zugang zu sauberem Wasser.

Mangelnder oder gänzlich fehlender Gewässerschutz, unzureichende sanitäre Versorgung, die Einleitung von gewerblichen und landwirtschaftlichen Schadstoffen, eine Übernutzung bestehender Wasserressourcen aber insbesondere auch durch Klimawandel bedingte Extremwetterereignisse sind Ursachen für die Verunreinigung und Verknappung von natürlichen Wasserressourcen. Hinzu kommen Krankheiten, die durch fäkal verunreinigtes Wasser verursacht werden. So sterben jährlich 1,9 Millionen Menschen an wasserbedingten Durchfallerkrankungen.

Die global zunehmenden Probleme im Wasser-, Sanitär- und Hygienebereich (WASH) werden bei unserem Partner Welthungerhilfe als zentrale Herausforderung verstanden, um im Kampf gegen Hunger und Armut weiter zu kommen.

Über den verbesserten Zugang zu Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung werden als Entwicklungsoberziele die Verbesserung des Gesundheitszustandes der Zielgruppen, ihre wirtschaftliche Situation aber auch die Verbesserung der Umweltbedingungen in der Projektregion angestrebt.

vca
Der Sektor hat eine starke technische Ausrichtung und umfasst in allen 3 Entwicklungsphasen (Nothilfe, Wiederaufbau, Entwicklungszusammenarbeit) die

--> Erschließung, Speicherung, Verteilung und Aufbereitung von Trinkwasser aus Grund- und Oberflächen- und Regenwassersystemen
--> Aspekte der Siedlungs- und Haushaltshygiene
--> sowie Maßnahmen zur nachhaltigen Verankerung von Dienstleistungen im Wasser und Sanitärbereich in lokalen Strukturen (Gemeinden, lokale Administration, politische Strukturen, Privatwirtschaft).

Letzteres umfasst unter dem Oberbegriff "Water Governance" den Aufbau, die Beratung und die Vernetzung von Institutionen, Wissensmanagement, Sensibilisierungskampagnen und die Gründung, Entwicklung bzw. Unterstützung von Wasserkomitees.

Schulungen in Instandhaltung und Anlagenwartung sind fester Bestandteil von allen WASH-Maßnahmen der Welthungerhilfe.

Zunehmend an Bedeutung gewinnen Trainings und Sensibilisierungsmaßnahmen in den Querschnittsbereichen Gender, Katastrophen-Risiko-Minimierung und Umwelt, um die Maßnahmen nachhaltig und wirkungsorientiert auszurichten.

Durch die Berücksichtigung des Prinzips des Integrierten Wasser-Ressourcen-Management (IWRM) wird eine nachhaltige Bewirtschaftung der miteinander in Wechselwirkung stehenden oberirdischen Gewässer und der Grundwasserleiter angestrebt. Dies sichert die soziale und wirtschaftliche Entwicklung und die Funktionsfähigkeit lebenswichtiger Ökosysteme.

Die Welthungerhilfe führt derzeit 30 Projekte im WASH-Sektor mit einem Gesamtvolumen von 20 Millionen Euro durch. Regionaler Schwerpunkt ist der ländliche Raum im südlichen und östlichen Afrika.Insgesamt profitieren rund 1 Million Menschen von Maßnahmen zur Rehabilitierung und Neuerrichtung von Trinkwasserversorgungsanlagen.

Sanitäre Grundversorgung und Trinkwasserhygiene gehören bei allen Wasserprojekten mit dazu:

Durch den Bau von Toilettenanlagen und Handwascheinrichtungen an Grundschulen im ländlichen Raum Afrikas und Asiens setzt sich die Welthungerhilfe dafür ein, dass ein verbessertes Hygieneverhalten schon möglichst früh in der Erziehung verankert wird.

Regional angepasste Lösungen und kulturelle Akzeptanz sind wesentliche Voraussetzungen dafür, dass die Trinkwasserversorgungsanlagen und sanitäre Einrichtungen auch genutzt werden.

Intensive Aufklärungsarbeit und Hygieneschulung in den Dörfern gehören dabei zu den Hauptaufgaben. Nur wenn die problematischen Zusammenhänge zwischen fäkalen Verunreinigungen von Trinkwasser und Nahrungsmitteln einerseits und Durchfallerkrankungen andererseits verstanden werden, wird es über eine Änderung des Verhaltens letztendlich gelingen, die hohe Kindersterblichkeit durch verschmutztes Wasser weltweit zu verringern.

(Quelle: Welthungerhilfe, Februar 2011)

Eine sehr umfangreiche Übersicht zum Thema WASSER findet ihr im
Wasser-Special der Welthungerhilfe

Christian Wiebe
Viva con Agua

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