Projektreise Uganda 2011

Wasserprojekte


Uganda

Wasserprojekt in Ost-Afrika, Laufzeit von August 2012 bis Ende 2013: Bau und Reparatur von Brunnen im Großraum Lira im Norden Ugandas.
 

 
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Enjoy drinking water: Von Viva con Agua finanzierter Brunnen in Uganda
Der Brunnenbau soll die Wasserverf√ľgbarkeit f√ľr die Bewohner des Distrikts Lira erh√∂hen und damit die gesundheitliche und wirtschaftliche Situation der Menschen optimieren.
Zudem sind Hygieneschulungen und Trainings in Wartung und Reparatur der Brunnen integrale Bestandteile der Projektmaßnahmen. Damit ist eine nachhaltige Nutzung der Anlagen gewährleistet.

Die Welthungerhilfe wird mindestens 8 neue Brunnen bauen und 6 Brunnen instand setzen, deren Pumpen nicht mehr ausreichend Wasser fördern können.

Ein weiteres Ziel des Projekts ist, dass die maximale Entfernung zur nächsten Wasserstelle nicht mehr als 1,5 km betragen soll.

Die lokale Bev√∂lkerung bildet Wasserkomitees, welche f√ľr eine ordnungsgem√§√üe Nutzung der Brunnen, Wartungsarbeiten und die Kontrolle der Trinkwasserhygiene zust√§ndig sind.

90% der Beg√ľnstigten im Projektgebiet sind aus Fl√ľchtlingslagern zur√ľckgekehrte B√ľrgerkriegsfl√ľchtlinge.

Die geplanten Maßnahmen verbessern die Lebensbedingungen von rund 12.600 Menschen in den Projektregionen.

Die Fördersumme von Viva con Agua beträgt 110.000 Euro. Das bedeutet: Mit knapp 9 Euro verschaffen wir einem Menschen in Uganda dauerhaften Zugang zum kostbaren Gut Wasser.

 
Hintergrundinformationen:

Wie ist die Situation vor Ort: Die Welthungerhilfe hat im Lira Distrikt eine Untersuchung der Wasser- und Sanit√§rversorgung durchgef√ľhrt. Zentrale Ergebnisse dieser Studie sind, dass die t√§gliche Wasserverf√ľgbarkeit immer noch unter den absoluten Mindeststandards von 15 Litern pro Person und Tag liegt. Zudem sind die Distanzen zu den Wasserstellen und Wartezeiten an diesen nach wie vor extrem hoch. Dies resultiert im Wesentlichen daraus, dass √ľber 40% der urspr√ľnglichen Wasserinfrastruktur defekt oder vollst√§ndig zerst√∂rt ist.

Wie es dazu kam:

Ugandas j√ľngere Geschichte ist von Schreckensherrschaft und kriegerischen Auseinandersetzungen gepr√§gt. Zwischen 1971 und 1986 fielen in Uganda √ľber 300.000 Menschen dem Krieg zum Opfer - auch in Internierungslagern unter unmenschlichen Bedingungen. In den letzten Jahren gab es insbesondere im Norden des Landes wiederholt bewaffnete Konflikte. Sch√§tzungen zufolge kamen dabei mehrere Hunderttausend Menschen ums Leben.

Die Wirtschaftslage Ugandas ist durch Kriege und Terror ruiniert worden. Die Bev√∂lkerung Ugandas hat keinen Zugang zu einer Basisgesundheitsversorgung. Nur die H√§lfte der st√§dtischen Bev√∂lkerung hat √ľberhaupt Zugang zu sauberem Trinkwasser, in l√§ndlichen Regionen liegt die Zahl noch niedriger. Die Versorgungssysteme sind veraltet und es gibt zu wenige Abwasserentsorgungsanlagen.

1986 erfolgte die Macht√ľbernahme des heutigen Pr√§sidenten Yoweri Museveni, der durch eine umfassende Reformpolitik einige Erfolge erzielen konnte. Ugandas Armutsbek√§mpfungsstrategie hat dazu beigetragen, dass der Anteil der Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, deutlich gesenkt werden konnte. Seit Sommer 2006 laufen Friedensverhandlungen zwischen der ugandischen Regierung und der Rebellentruppe ‚ÄěLord¬īs Resistance Army (LRA)‚Äú, die auf eine Befriedung des Nordens hoffen lassen.

Uganda-Projektreise:

Viva con Agua unterst√ľtzt seit 2010 WASH-Projekte in Uganda. Zum Abschluss des ersten Projekts reisten einige VcA-Vertreter in die Region, um sich vor Ort √ľber den Einsatz der VcA-Spendengelder und den Status des Projekts zu informieren. In Lira lernten sie das Team der Welthungerhilfe kennen und begegneten den Menschen, denen die VcA- Spendengelder zugutekommen. "F√ľr mich pers√∂nlich war dabei besonders beeindruckend, zu erleben, wie herzlich, aufrichtig und ehrlich der Dank und die Anerkennung waren, die uns die Menschen der D√∂rfer entgegenbrachten", berichtet VcA-Aktionsmanager Michael Fritz.

In Lira tranken die VcA'ler das Wasser aus den neuen Bohrl√∂chern und probierten die Einrichtungen zum H√§ndewaschen und die Toiletten selbst aus. So konnten sie sich pers√∂nlich √ľberzeugen, dass die Spendengelder genau an der richtigen Stelle ankommen.

Seit 2010 flossen insgesamt 100.000 Euro in das Uganda-Projekt. Mit dem Geld konnten insgesamt 38 Bohrlöcher finanziert und mehr als 25.000 Menschen Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht werden. Die Sanierung vieler alter Wasserstellen und Schulungen der Anwohner zu Hygiene- und Gesundheitsfragen waren ebenfalls ein Teil des Projektes.

Christian Wiebe
Viva con Agua

Hier liegt das neue Projektgebiet:


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