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moritz piehler
Lüneburger Altstadt - auf zur dritten Etappe
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Lunatic Supporta Nadja am Ende
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Eine Nacht im Tipi
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Am Ziel und immer noch durchnässt

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Tage 03+04: Lüneburg.Westerweye.Unterlüß

04.05.2008: Die dritte und vierte Etappe des WASSER!MARSCHes

 
moritz piehler
Hindernisbewältigungspraxis.
Wir kehren meiner Heimatstadt Lüneburg den Rücken, nachdem wir uns mit einem Gutschein bei Budni noch mit dem nötigsten versorgt haben: Blasenpflaster, Muskelsalbe und ach ja noch ein paar Blasenpflaster. Das Wetter ist wieder auf unserer Seite und Begleitung haben wir auch aus Hamburg und Lüneburg, der gefürchtete dritte Tag beginnt ganz entspannt.

Immer am Kanal entlang, der uns genau nach Süden führt, kommen wir locker voran, bis, ja bis das erste Mal tatsächlich Wasser von oben kommt. Die letzten anderthalb Stunden werden zur Feuerprobe, danach wartet statt der angekündigten Heidekönigin ein Indianertipi auf uns, in dem wir alle Platz finden. Auch ohne Königin ist unsere erste Nacht unter freiem Himmel jetzt wieder wolkenlos.

Der nächste Tag ist wieder sonnig ohne Ende, die Beine tragen uns noch ganz gut und eigentlich ist die Etappe auch nicht so lang, es sei denn man verläuft sich im Wald. Das gelingt uns auch direkt. Aber das Wandern durch die Felder ist trotzdem wunderschön und selbst da schaffen wir es, Leute mitzureißen wie Jule und Sofia.

Die beiden zwölfjährigen Mädels aus Bohlsen mit der berühmten Wassermühle gehen nicht nur zehn Kilometer mit uns, sie organisieren auch eine Kaffeepause im Garten ihrer Freundin Lauren und gründen hoffentlich bald unsere erste VcA-Zelle im Osten Niedersachsens!

In der Regel begegnen uns alle Menschen freundlich und mit Interesse, das Tshukudu zieht immer wieder alle Blicke auf sich. Uns geht es gut und Katta, jetzt mit zwei Etappen und der morgen folgenden Strecke Rekordbesucherin auf dem WASSER!MARSCH wird allen bestätigen, dass das gemeinsame Wandern und Flyern, Menschen treffen und Viva con Agua nach ganz Deutschland tragen, mitreißt und süchtig macht.

Abends verdienen Micha und ich uns die härtesten 5 Euro des WASSER!MARSCHes: nach 33 km gewinnen wir ein schnelles zwei-gegen-zwei-Basketballspiel unter der Bedingung, dass uns die Verlierer ein Wassersiegel abkaufen. Nach einer Kurzvisite beim DRK Unterlüß, wo wir duschen und notversorgt werden, übernachten wir heute im Gemeindehaus der Kirche.

Die nächste Woche mit den Highlights Fettes Brot in Hannover und Wir sind Helden in Hildesheim wird spannend, wir freuen uns schon auf die nächsten Etappen!

Vielen Dank dem Uhlenköper Camp Uelzen für die spannende Unterbringung!

Wir haben jetzt schon mehr als ein Zehntel geschafft! Und wo bist du?

Moritz Piehler
Viva con Agua de Sankt Pauli

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