| |  | | moritz piehler | | Start in Gießen |
Nach einer mal wieder eher kurzen Nacht im Marburger Bettenhaus, wo wir in der WG von Christian, Kopf von VcA Marburg, pennen konnten, geht’s mit müden Füßen gen Gießen. Verstärkt werden wir dabei von Christian und Katha, die ihren vierten Tag mitläuft und damit zur Rekordgastläuferin aufsteigt. Ich hab keine Schmerzen und die Beine laufen wie von alleine, aber trotzdem merke ich bei jedem Schritt, wie erschöpft ich bin. Wir haben jetzt über 500 km in 17 Tagen geschafft und langsam wird die Sehnsucht nach einem Tag Auszeit immer größer. Fänd’s einfach mal wieder unglaublich angenehm richtig, auszuschlafen, um zwölf gemütlich zum Brunchen zu schlürfen und dann einfach mal gar nichts zu machen. Aber is nich…
Erstes Highlight, ist dann eher schadensfroher Art, weckt mich aber aus meiner Lethargie. Chris und Fritz, die ihre Erschöpfung mit wirklich köstlichen Wortgefechten bekämpfen, beschließen schließlich, sich im eher pubertären Hahnenkampf auseinanderzusetzen, was unfreiwillig in einer gemeinsamen Ringereinlage mitten in einem frischen Brennnesselfeld endet. Pustelübersät geht’s weiter und der die ganze Zeit über uns drohende Regenschauer wartet brav mit losbrechen, bis wir nach über zwei Stunden freiem Feld gerade pünktlich an einer perfekten Unterstellgelegenheit vorbeikommen.We´re still sponsored by the weather.
Irgendwann gelangen wir an die Lahn, und der Weg führt uns wunderschön gelegen bis in die Stadt.
Langes Ausruhen is nich, denn der Verein HipHop Gießen e.V., allen voran Stoffel, der gestern schon beim Catering mitgeholfen hatte, hat schon viel Vorarbeit geleistet und die WASSER!MARSCH Party für VcA organisiert. Fast zweihundert Leute feiern im Uhlenspiegel mit VcA, Bo Flower ,Mal Élevé und den Gießener Lokalmatadoren von ZwoHandBreit. Die Hütte brennt und auch das Gastspiel in Gießen wird ein voller Erfolg.
Gut, dass die Strecke nach Butzbach heute so kurz war. Hatten jetzt wieder zwei Abendveranstaltungen nacheinander, was echt verdammt anstrengend war, und wir alle sind froh, schon um 15.00 Uhr am Ziel zu sein. Während sich Bo, völlig euphorisiert und erleichtert vom Klassenerhalt Kaiserslauterns zur Siesta bettet, machen wir uns auf, dem Butzbacher Triathlon einen Besuch abzustatten, und zu zeigen wer die wahren Ironmen sind. Tshukudu schieben, Tshukudu fahren, nur dass Schwimmen fehlt uns noch und wer weiß, durch einige Kurven in Flussnähe sind wir schon ziemlich riskant gerast....
Als wir in unser Hotel kommen, wartet dort schon Johannes auf uns, der nach privater Auszeit wieder zurück ist und uns von nun an bis nach Basel begleiten wird.
Jetzt ist es gerade mal 22.00 Uhr und fast alle schlafen schon, wir scheinen es bitter nötig zu haben, deswegen und in diesem Sinne…
Love & bless
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