| |  | | moritz piehler | | Am Ludewig |
Heute war ein ziemlich relaxter Tag. Der Weg führte uns raus aus Darmstadt, entlang der B3, die uns mittlerweile, zumindest gefühlt, schon mindestens seit Hannover begleitet.Unsere Gruppe ist wieder ziemlich angewachsen. Verstärkt aus der Hamburger VcA-Zentrale, die sich auf den Weg gemacht hat, um sich selbst ein Bild von unseren Wanderungen zu verschaffen, waren wir heute zeitweise 15 Leute.
Da jeder Neuling in den Genuss kommen sollte das Tshukudu zu schieben, waren wir Stammläufer diesmal weitestgehend entlastet. So blieb mehr Zeit, die nächsten Großereignisse zu planen und zu koordinieren. Für mich wars heute ziemlich schwierig, mein Augenmerk auf den Weg zu richten. Stehen mit Heidelberg, Ludwigsburg und natürlich Stuttgart gleich drei Highlights vor der Tür, die mich gedanklich ziemlich einnehmen.
Ganz schön abgefahren, wie wir uns langsam, Schritt für Schritt, meiner Heimat nähern. ”Zu Fuß, von Hamburg nach Basel..”, die Worte, die wir in den letzten Wochen so oft benutzt haben, wenn wir Passanten über unseren wunderbaren, manchmal sicherlich skuril anmutenden Wandertrupp aufgeklärt haben, hallen in meinem Kopf nach. Je weiter wir gen Süden kommen, desto mehr wird mir der Umfang unserer Unternehmung bewusst. Im Angesicht von hessischen, mit Deutschlandflaggen geschmückten Kleingartenanlagen, die unter sorgsamer Bewachung streng dreinblickender, ordnungsliebender Gartenzwerge stehen, erscheint mir die Außerordentlichkeit unseres Unterfangens umso dringlicher. Wie sonst, wenn nicht mit so viel positiv geladenem Aktionismus und ganzheitlichem Engagement, will bzw. kann man hier jemanden wachrütteln.
Die Natur hier verändert sich wie immer sehr schleichend. Zu Beginn fast unbemerkt und dann im fließenden Übergang, kaum wahrnehmbar, findet man sich urplötzlich in einer völlig neuen Landschaft wieder. Die ersten Weinberge, kleine Dörfer und Käffer, deren Namen für mich nicht mehr ganz so unbekannt klingen. Mit der Natur, verändern sich auch die Menschen gleichermaßen. Wir geraten von einem Dialekt zum nächsten, was ich als extrem spannend und angenehm abwechslungsreich empfinde, liefert es doch schon bei oberflächlicher Betrachtung einen wundebaren Querschnitt, all der Menschen, die wir unterwegs erreichen.
Bin jetzt mal wieder raus. Habs Gefühl der völlig fertige John neben mir (ist ja schließlich erst sein zweiter Tag) fühlt sich im Halbschlaf gestört und außerdem wird mir ne Mütze Schlaf, hinsichtlich des morgigen Auftakts des großen BadenWürtemberg Triathlons, sicher auch nicht schaden...Also...Letzte macht das Licht aus...
Love&Bless
Lars
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