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moritz piehler
Tshukudu wird bergauf geschoben und gezogen
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Noch zehn Kilometer zum Etappenziel
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Mitläufer Jonathan jongliert
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Holzfäller und badensischer Regenleidensgenosse

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Tag 31: Von Bad Herrenalb nach Baden-Baden

Reisetagebucheintrag von Lars Braitmayer

 
moritz piehler
Torsten und sein Tshukudu
Kurz nach dem ich vorgestern den Tagebucheintrag fertig geschrieben hab, brach ein gewaltiges Gewitter über das Tal von Bad Herrenalb herein. Was den ganzen Tag schon in der Luft lag, entlud sich auf eindrucksvolle Art und Weise, und von unserem Hotelbalkon aus verbracht ich noch ne gute Stunde damit, staunend und bewundernd in den Himmel zu starren. Am nächsten Morgen machte sich Erleichterung darüber breit, dass unsre Neuankömmlinge Sascha und Malte, die das Gewitter in ihrem Zelt aussitzen mussten, heil durch die Nacht gekommen sind.

Frische Luft empfängt uns an diesem Tag und verstärkt durch Familie Flower, Papa Fritz, Udo und Cöry, Freunde aus Ludwigsburg, brechen wir auf, bereit die nächsten Hügel zu erklimmen.

Wir treffen direkt auf eine Schulklasse, und die Kiddies sind total begeistert von unserem treuen Tschukudu. Nur schade, dass ihre Lehrerin die Freude nicht wirklich teilen kann und mit fadenscheinigen Begründungen dem Spass ein jähes Ende bereitet. Nicht zum ersten Mal stolpern wir auf unserer Reise über dieses Phänomen und es fällt mir immer noch schwer, es richtig einzuordnen. Oft scheint es so, als ob sich starre Konzepte und Systeme über Spontanität stellen, und immer wieder empfind ich es als einen abrupten Einschnitt in den Fluss der Dinge, der sich doch bis zu diesem Moment auf so wundervolle Weise und wie von selbst entwickelt hat.

Unerwartetes scheint keinen Platz zu haben, im Leben so vieler Menschen und damit einhergehend, auch die Möglichkeit, neue, wertvolle Erfahrungen machen zu können. Mich persönlich stört das nicht wirklich, freu mich aber darüber, dass wir als Gruppe auf diesem Marsch versuchen können zu lernen, bei all den Terminen und Veranstaltungen die wir haben, trotzdem Zeit und Raum zu lassen für eben jenes Spontane und Unerwartete. Naja, hab’s Gefühl mal wieder ein wenig abzuschweifen, und ich möcht der Lehrerin auch wirklich nicht zu nahe treten, aber einem Tshukudu mitten in Berg Herrenalb wird sie und ihre gesamte Schülerschaft sicher nicht mehr all zu schnell begegnen.

Mitten in den Bergen ereilt uns dann am Nachmittag ein Nachzügler des nächtlichen Unwetters, und nass bis auf die Knochen finden wir Unterschlupf in einem günstig gelegenen Gasthof, indem wir uns mit Bier und Grillwurst verschanzen, bis sich die Sonne wieder heraustraut und uns die letzten km begleitet.

Die Unterkunft am Abend, gehört dann wieder zur Abteilung Kurioses. In der Umkleidekabine des örtlichen Fußballvereins dürfen wir unser Lager aufschlagen. Die Einbußen in Sachen Komfort sind dann spätestens beim nächtlichen Fußballmatch vergessen. Eigentlich bereits im Schlafsack befindlich, packt’s uns plötzlich noch einmal, wir rappeln uns wieder auf und spielen bis tief in die Nacht hinein ein gepflegtes drei gegen drei, bei dem sich selbst der Svenager die Ehre gibt, bis wir schließlich weit nach halb drei zurück unter unsre Decken kriechen und sich ein weiterer großartiger Tag in unsre Köpfe und Herzen geschrieben hat.

Love& Bless

Lars
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