Tadschikistan, ehemalige Sowjetrepublin in Zentralasien

Wasserprojekte


7. Projekt: Veshab, Tadschikistan
Ziel: Bau eines Trinkwassersystems
Kosten: ca. 8.000 Euro
Nutzer: rund 1000 Menschen
Partner: Deutsche Welthungerhilfe
Start: 18.06.2008
Status: Finanziert, in Bau
Trinkwasser in Tadschikistan
 
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Trinkwasser in Tadschikistan

18.07.2008: Tadschikistan – das „günstigste“ Millenniumsdorf haben wir über unsere Pfandbecheraktion gleich zu Beginn der Festivalsaison 2008 finanziert.

 
welthungerhilfe
Bau von Wasserkanälen in Veshab
Übergeordnetes Ziel: Halbierung der Armut

Das Projektdorf Veshab liegt im nordwestlichen Hochgebirge Tadschikistans und hat etwas über 2000 Einwohner. Es gehört zu den 15 Regionen weltweit, die die Welthungerhilfe als Millenniumsdorf ausgewählt hat. Bis zum Jahr 2010 sollen in diesen Regionen anspruchsvolle Ziele erreicht werden: Dazu gehören Grundschulbildung für alle Kinder, Rückgang der Kindersterblichkeit, Halbierung der Armut und das Abwendung von Umweltschäden durch Raubbau an der Natur.

Extreme Anbaubedingungen

In Veshab engagiert sich unser Kooperationspartner Welthungerhilfe vor allem für bessere landwirtschaftliche Anbaumethoden. Das Dorf liegt an einem Berghang mit wenig Anbaufläche, zusätzlich bedroht von Schmelzwasserfluten und Erosion. Die Menschen leben vom Ertrag ihrer Hausgärten und kleinen Felder, die weit außerhalb des Dorfes liegen. Die landwirtschaftlichen Maschinen sind derart marode, dass die Feldarbeit per Hand oder mit eingespannten Tieren bewältigt werden muss. Es mangelt an Erfahrung, wie trotz schwierigem Gelände und extremen Witterungsverhältnissen ausreichend Nahrungsmittel produziert werden können.

Bessere Ernten sichern

Die Welthungerhilfe führt in Veshab vor allem landwirtschaftliche Schulungen durch. Dabei lernen die Menschen, welches Saatgut Frost und Trockenheit widersteht und wie man Felder vor Bodenerosion schützt. Bewährt hat sich der Terrassen-Anbau mit kleinen Steinwällen, die das Regenwasser zurückhalten. Außerdem erwerben die Bauern Kenntnisse darüber, wie sie die Nahrungsmittel konservieren und gewinnbringend vermarkten können, oder wie sie sich durch den Bau von Gewächshäusern und das Anlegen von Obstgärten neue Verdienstmöglichkeiten schaffen.

Weniger Erkrankungen

Durch die Installation eines Trinkwassersystems konnte die gesundheitliche Situation schon entscheidend verbessert werden. So ging die Zahl der Typhus-Erkrankungen in Veshab drastisch zurück. Kontinuierlich angeboten werden Hygieneschulungen, bei denen es zum Beispiel um das Abkochen von Wasser oder die Notwendigkeit des Händewaschens geht.

Frauen und Mädchen stärken

Mit dem Ende der Sowjetunion wandelte sich auch die gesellschaftliche Rolle der Frauen. Ein muslimisch geprägtes Umfeld drängte sie zurück in traditionelle Bereiche. Die Welthungerhilfe unterstützt Frauen darin, sich in Gemeindekomitees zu organisieren und aktiv Einfluss auf das Dorfgeschehen zu nehmen. Mit ihren in Schulungen erworbenen Kenntnissen über die Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten sollen Frauen zu einer Erhöhung des Familieneinkommens beitragen.

Ein vergessenes Land

Tadschikistan liegt in einer Hochgebirgsregion mit extremen geographischen und klimatischen Verhältnissen. Schon zu Zeiten der Sowjetunion galt Tadschikistan als einer der ärmsten Teilstaaten. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus stand die Bevölkerung vor dem Nichts. Denn die gesamte Landwirtschaft war staatlich gelenkt und in Kolchosen (landwirtschaftl. Großbetriebe) organisiert. Nun fehlte es den Menschen an Kenntnissen über standortgerechte Anbaumethoden und eine effektivere Nutzung des Bodens. Noch heute ist ein Drittel der Kinder unter sechs Jahren mangelernährt. Zudem hinterließ der Bürgerkrieg von 1991 bis 1996 mit über 50.000 Opfern eine traumatisierte Bevölkerung.

So wirkt Ihre Hilfe vor Ort

Viva con Agua ermöglicht durch die Pfandbecheraktion in der Festivalsaison 2008 mit einem Betrag von 8.000 Euro den Bau eines Trinkwassersystems für einen neu entstehenden Dorfteil mit ca. 1000 Bewohnern. Über die Projektfortschritte werden wir Sie auf dieser Seite stets aktuell informieren.

Christian Wiebe
Viva con Agua de Sankt Pauli

7. Projekt: Veshab, Tadschikistan
Ziel: Bau eines Trinkwassersystems
Kosten: ca. 8.000 Euro
Nutzer: rund 1000 Menschen
Partner: Deutsche Welthungerhilfe
Start: 18.06.2008
Status: Finanziert, in Bau
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