| |  | | viva con agua | Zuallererst muss ich einmal loswerden: Trampen in Spanien ist Schmerz pur! Die Leute müssen überredet werden, um jeden Lift wird gebettelt und wenn man versucht ohne eine Raststätte voranzukommen, kann man ohnehin gleich wieder umdrehen...Wir haben es trotzdem geschafft!!
Per Anhalter von Hamburg nach Zaragoza, 2500km, 11 Tage, 6 Checkpoints, 12 Leute, sowie eine Menge Begeisterung und Enthusiasmus von allen Seiten. Es war ein Riesenspaß und von unserer Seite auch sehr erfolgreich, alle 5000 Flyer konnten an den Mann gebracht werden (auch wenn 500 wahrscheinlich unter dem Diebesgut irgendwo in Nizza stecken...)!
In Barcelona haben wir uns mehr oder weniger aufgesplittet über Nacht, einige haben die Jugendherberge genommen, andere sind bei Couchsurfing untergekommen und ein paar von uns haben direkt im Parque Ciutadella im Stadtzentrum geschlafen. Mit seinen vielen Strassenkünstlern, kleinen Gässchen und hübschen Fassaden, der Nähe zum Strand haben wir die Hauptstadt Kataloniens gleich ins Herz geschlossen. Außerdem hab ich den wohl besten Jonglierladen der Welt gefunden und selbst eine Stunde Aufenthalt hat nicht gereicht, sich unter all den Keulen, Bällen und allerlei Spielkram auszutoben.
Der letzte Abend wurde dann am Strand gefeiert, begonnen mit einer Partie Beachsoccer gegen die italienische Auswahl, die vom VcA-Perspektivteam natürlich auch gleich mit 3-1 weggeputzt wurde! Um 00.00 Uhr hatte unser Gruppenmitglied Ole auch noch Geburtstag, bei kubanischer Live-Musik haben wir also uns selbst und ihn bis tief in die Nacht gefeiert, um am nächsten Morgen trotzdem topfit die letzte Etappe in Angriff zu nehmen!
 | | | viva con agua | | Das hat leider nicht wirklich geklappt, da Steffi, Ole und ich alle 30 Minuten von der Sprinkleranlage im Park hin- und hergescheucht wurden und so vollkommen übermuedet starteten.
Die Teams haben sich dann etwas geteilt, Ole und Conny mussten sich leider schon von Barcelona aus auf den Heimweg machen, deswegen fuhr mein Team nunmehr bestehend aus Steffi und mir fort, und das Team Sauerland nahm Kai in seine Truppe auf und nannte sich fortan "Die Überflieger". Vielen Dank an euch beide, war eine Super-Zeit!!!
Der Start aus Barcelona raus lief alles andere als gut, die Raststätte lag eine Stunde außerhalb der Stadt, befand sich zudem im Umbau und es dauerte gute 5 Stunden, bis alle Teams endlich unterwegs waren. Team Überflieger kam als erstes weg, aber als wir gegen 24 Uhr von der nächsten (und letzten Raststätte fuer diesen Tag) die Nachricht bekamen, dass die 3 wieder in Barcelona abgesetzt wurden, war die Freude groß, schließlich war der zweite Platz noch immer völlig offen.
Alle anderen Gruppen haben es sich nachts auf dem Spielplatz der Raststelle gemütlich gemacht, um morgens dann munter Richtung Zaragoza zu fahren. Unter welchen Umständen auch immer, Team Überflieger erreichte Zaragoza trotz Umweg über Barcelona doch noch vor Mitternacht in einem Kleintransporter und konnte die letzte Etappe für sich entscheiden!
Team Pro-Pain, bestehend aus Steffi und mir, überredete gleich morgens um 7 einen Fahrer, uns mitzunehmen, gegen 10.30 waren wir als zweite vorm Eingang in Zaragoza und wurden freundlichst vom deutschen Pavillon in Empfang genommen. Vielen Dank an dieser Stelle an die Mitarbeiter des Bundesministeriums für Industrie und Wirtschaft vor Ort, die Karten bereitstellten und uns ermöglichten, unsere Flyer im deutschen Pavillon auszulegen sowie die Rucksäcke tagsüber zu lagern!! Super-Aktion!!
| |  | | viva con agua | Die Expo hatte viele interessante Ecken und Informationen zu bieten, allerdings enttäuschten die Pavillons der einzelnen Länder auf ganzer Linie (der deutsche hingegen war super, informativ, unterhaltsam und dem Thema entsprechend), die ca. 250 vertretenen NGOs sorgten dafür, dass "Wasser und nachhaltige Entwicklung" auch thematisiert wurden. Eine Glatte 6 geht allerdings an Pakistan für seinen Dönerstand, Österreich und seine Schneekugel, in der man Walzer tanzen kann oder Nepal für den Verkauf von Weihnachtsmännern...Schade, deswegen haben wir uns nicht auf den Weg gemacht...!
Die Nacht wurde vor dem Eingang der Expo verbracht und morgens war das Viva con Agua Tramprennen offiziell beendet!
1. Kaeptn Karacho und seine Crew 21P
2. Team Sauerland 13P, Team Pro-Pain 13P
3. Team KiBeT 12P
4. Team KO 6P
Wir hatten riesige 2 Wochen und alle unsere Erwartungen wurden übertroffen. Wir haben 5 verschiedene Länder durchquert, 5000 Flyer an den Mann gebracht, viele nette Leute getroffen, ca. 150 Lifts insgesamt, in Parks, auf Raststätten, im Wald, am Strand und auf Spielplätzen genächtigt.
Wir hoffen, durch die erste grosse Aktion der Kieler Zelle und 2500km per Anhalter quer durch Europa auf die weltweite Trinkwasserproblematik aufmerksam gemacht zu haben, viele Leute erreicht zu haben und wünschen uns, auch im nächsten Jahr wieder einige Teams auf unserer Mission auf die Reise zu schicken!
Danke an alle Leute, die sich das alles hier durchgelesen haben, danke an die vielen netten spontanen Helfer wie Boby aus Montpellier, Hans und Pascal aus Lausanne, die gleich alle 12 von uns in ihren Häusern beherbergten, an das Black Forest Hostel in Freiburg fuer die Unterkunft, an alle Lifts, an die Crew vom deutschen Pavillon für die superfreundliche Aufnahme von 12 stinkenden und seit Tagen ungeduschten Trampern, an Tim und Chris für ihre Hilfe von Hamburg und Kiel aus, an den NDR für den Verleih der Kamera und die tolle Unterstützung, an das Bundesministerium für Wirtschaft und Industrie für die Tickets zur Expo und an alle Tramper, die 12 Tage Vollgas für Viva con Agua gegeben haben und so einiges dafür auf sich genommen haben!!
War echt super!!!
Malte Schremmer
Viva con Agua de Kiel |