FAQs Viva con Agua Mineralwasser

 

1. Warum gibt es Viva con Agua Mineralwasser?

Kurz gesagt:
Das Viva con Agua Mineralwasser ist eine tolle Möglichkeit, auf ungewöhnliche Art und Weise für unsere Vision „Wasser für alle - alle für Wasser“ aufmerksam zu machen und nebenbei finanzielle Mittel für Wasserprojekte zu generieren.

Lang gesagt:
Das Mineralwasser schafft die Möglichkeit über unsere Vereinsaktivitäten hinaus mit völlig neuen Zielgruppen in Kontakt zu kommen, denn jede Flasche schafft eine Verbindung zu VcA und unseren Zielen – sie stellt unseren „flüssigen“ Flyer dar und schafft so einen viel größeren Mehrwert für unsere Vision als nur den monetären Output.
Für uns war das Mineralwasser der erste Schritt an der Schnittstelle zwischen NGO´s und Business aktiv zu werden. Die Verbindung zwischen dem sozialen und wirtschaftlichen Bereich bedeutet für uns zukunftsorientiertes Denken und Handeln. Hier wollen wir eine Vorreiterrolle spielen und zeigen, dass sich auch in der freien Wirtschaft sinnstiftende Alternativen etablieren lassen, die zugleich rentabel sind.
Uns ist wichtig:
Im deutschsprachigen Raum ist Leitungswasser der ökologischste und nachhaltigste Weg Wasser zu trinken. Wenn man sich jedoch für Flaschenwasser entscheidet, weil man kein Leitungswasser trinken kann oder will, dann ist das VcA Mineralwasser eine einfache und soziale Möglichkeit, Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, zu unterstützen.
Darüber hinaus verpflichten wir uns, niemals Wasser in Regionen abfüllen zu lassen, in denen Wasserarmut herrscht!

2. Sponsoring, Freiware und Werbemittel

Kurz gesagt:
Die Arbeit von Viva con Agua folgt dem Ziel, Wasserprojekte zu unterstützen. Sponsoring und Freiware durch die Wasser GmbH bauen keine Brunnen. Deshalb stellt Viva con Agua keine Freiware und tritt nicht als Sponsor auf.
Auch Werbemittel werden nicht von Viva con Agua gestellt.

3. In welchen Flaschen und Größen gibt es das Mineralwasser?

Kurz gesagt:
Glas in 330ml, 750ml und der 700ml „GDB-Flasche“. Alle Gebinde jeweils in LAUT und LEISE, die 700ml GDB-Flasche sogar in KLEINLAUT.
PET in 500ml und 1000ml jeweils in LAUT und LEISE.

4. Warum gibt es Viva con Agua Mineralwasser in PET?

Kurz gesagt:
Damit wir in unseren Kerngebieten Musik, Kultur, Sport und Bildung aktiv sein können. denn an vielen Orten, wo wir präsent sind, ist Glas maximal ungeeignet oder gar verboten.
Lang gesagt:
Seitdem das VcA Mineralwasser in Deutschland auf dem Markt ist, liegt der Anteil der Glasflaschen beständig bei ca. 65%. Das ist sehr ungewöhnlich, ist aber auf einer bewussten Entscheidung gewachsen und liegt sicher auch daran, dass die Verbraucher, die uns mit dem Kauf des Mineralwassers unterstützen, lieber zu Glasflaschen greifen.
VcA Wasser gibt es auch in PET-Flaschen, da der Verein sehr stark mit Musik, Bildungseinrichtungen und Sport verbunden ist. Für z.B. Sport-, Musik-, Schul- oder andere Outdoor-Veranstaltungen sind Glasflaschen maximal ungeeignet bzw. untersagt. Bislang sind noch keine geeigneten Verpackungsalternativen auf dem Markt, daher bleibt uns nur der Griff zur PET-Flasche. Sobald es umweltverträgliche Verpackungen gibt, werden wir unsere Lizenzpartner bitten, darauf zurückgreifen!

5. Wo wird abgefüllt?

Kurz gesagt:
In Husum im Norden Deutschlands an der Viva con Agua-Quelle.
Lang gesagt:
Der Start erfolgte 2010. Im ersten Jahr wurden über den Husumer Mineralbrunnen als Lizenzpartner bereits 580.000 Flaschen verkauft. 2015 waren es schon ca. 13,7 Mio. Millionen verkaufte Flaschen.
Für Viva con Agua bedeutet das nicht nur Einnahmen für Wasserprojekte weltweit, sondern vor Allem viel Öffentlichkeitsarbeit und Aufmerksamkeit die wir nicht extra bezahlen müssen!
Seit Januar 2017 begrüßen wir einen neuen Lizenzpartner, die Goba AG, die ab sofort ein Viva con Agua Mineralwasser in der Schweiz produziert und verkauft, dessen Lizenzeinnahmen der Projektarbeit unseres Schweizer Vereins, Viva con Agua Schweiz, zugute kommen.

6. Wie kam es zur Gründung der Viva con Agua Wasser GmbH?

Kurz gesagt:
Bei Viva con Agua kam früh die Idee auf, neue Wege zu finden, um auf die Vision „Wasser für alle“ zu aktivieren und neue Wege in der Mittelakquise für unterstützte Wasserprojekte zu finden.
Lang gesagt:
Für uns lag es nah, Menschen dort zu erreichen und für soziales Engagement zu sensibilisieren, wo sie sich aufhalten und aktiv sind. So kam der Gedanke auf, durch Konsumgüter eine gesellschaftliche Sensibilisierung voranzutreiben und damit gleichzeitig Geld für den sozialen Zweck zu generieren.
Um den gemeinnützigen Verein Viva con Agua des Sankt Pauli e.V., seine Aktivitäten und die Spendengelder unserer Unterstützer zu schützen, wurden die Aktivitäten zu Konsumgütern in eine GmbH ausgelagert.
Um diese zu gründen und zu finanzieren, brauchten wir Geld. Um das Startgeld nicht aus Vereinsgeldern und somit aus Spenden generieren zu müssen, haben wir uns befreundete Geldgeber gesucht. Diese haben uns den finanziellen Start ermöglicht.

7.  Wie ist diese GmbH aufgebaut und eingebunden bei VcA?

Kurz gesagt:
Die Mehrheit der GmbH wird durch zwei gemeinnützige Entitäten gehalten - die Viva con Agua Stiftung und den Verein Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. Den Rest hält die Viva con Agua Beteiligungs GmbH & Co. KG.
Lang gesagt:
60% der Anteile der GmbH sind in Händen zweier gemeinnütziger Organisationen und kommen deren Satzungszwecken zugute:

Die Viva con Agua Stiftung hält 40% der Anteile der Viva con Agua Wasser GmbH. 40% der Gewinne aus der GmbH finanzieren damit direkt Projekte über die Stiftung und bauen langfristig das Stiftungskapital auf.
(Um die Ziele von VcA langfristig zu unterstützen und die Idee über die Lebenszeit der heute handelnden Personen hinaus zu sichern, wurde Ende 2010 die Viva con Agua Stiftung gegründet. Stifter sind unsere langjährigen Unterstützer Mark Tavassol (Wir sind Helden), Bela B (Die Ärzte), Marcel Eger (ehem. FC Sankt Pauli) und Renate Eger (Unternehmerin).)
Weitere 20% hält Viva con Agua de St. Pauli e.V.! Der Verein ist die Herkunft und die Basis von Viva con Agua und somit auch des Mineralwassers. Bei allen Aktivitäten der Wasser GmbH stehen Mehrwerte und Synergien mit dem Verein im Vordergrund. Durch Gewinne, die durch den Verkauf des Mineralwassers entstehen, werden Trinkwasserprojekte und die Vereinsarbeit unterstützt.

Die verbleibenden 40% der Viva con Agua Wasser GmbH werden gebündelt in der Viva con Agua Beteiligungs GmbH & Co. KG. In dieser Gesellschaft haben sich langjährige Unterstützer von Viva con Agua zusammengefunden, wie Frank Otto, Folkert Koopmanns (ehem. FC St. Pauli), der Husumer Mineralbrunnen und Appel Grafik. Die sozialen Investoren gaben Markteinführungsinvestitionen, die somit nicht aus den Spendengeldern des Vereins erhoben werden mussten. Sie stellten das benötigte Startkapital zur Verfügung und refinanzierten ihr Engagement mittelfristig über ihre Beteiligung.
Die Investoren haben kein Profitinteresse in dem Geschäftsmodell. Die Gewinne der KG werden stattdessen in weitere soziale Geschäftsmodelle investiert, wie z.B. seit 2013 die Goldeimer GmbH (www.goldeimer.de), oder zur Unterstützung von Wasserprojekten eingesetzt. Soziale Unternehmen fördern somit weitere soziale Ideen.

 

8. Wie funktioniert der Vertrieb des Wassers?

Kurz gesagt:
Die Wasser GmbH stellt ein kleines Team welches den Vertrieb organisiert und Händer/ Gastronomie für unsere Vision „Wasser für alle - alle für Wasser“ aktiviert.
Lang gesagt:
Um die Mineralbrunnen (Lizenzpartner) beim Verkauf des Wassers zu unterstützen und neue Kontakte über das Mineralwasser optimal zu nutzen, haben wir in der VcA Wasser GmbH ein kleines Team von MitarbeiterInnen, die als Ansprechpartner und Botschafter rund um den Viva con Agua Kosmos zur Verfügung stehen. Das Team der Viva con Agua Wasser GmbH findet ihr auf unserer Teamseite.
Die Viva con Agua Wasser GmbH schließt mit verschiedenen Herstellern, wie z.B. Mineralbrunnen, Lizenzverträge. Per Lizenzvertrag wird es den Mineralbrunnen gestattet, ein Flaschenwasser unter der Marke "Viva con Agua" abzufüllen und zu verkaufen. Im Gegenzug bekommt die VcA Wasser GmbH Lizenzeinnahmen zwischen 5-11 Cent pro verkaufter Flasche, abhängig von der jeweiligen Gebindegröße.
Die Lizenzbeträge liegen nicht höher, damit das Mineralwasser preislich im klassischen Mineralwassermarkt besteht und damit eine echte Konsumalternative für alle darstellt. So liegt VcA Mineralwasser im mittleren Preissegment herkömmlicher nationaler Wassermarken. Dabei muss berücksichtigt werden, dass sich der Preis für den Endkunden durch die Abfüllung, unseren Lizenzbetrag und durch Kosten auf Seiten des Getränkefachhandels, des Einzelhandels oder der Gastro zusammensetzt.
Aktuelle Preise erhält man immer von dem jeweiligen Händler der Region (siehe Händlersuche).

9.  Wie sind die bisherigen finanziellen Entwicklungen und Gewinnausschüttungen?

Kurz gesagt:
Gut! Durch steigende Jahresgewinne können immer höhere Gewinnausschüttungen für die Vision „Wasser für alle“ realisiert werden.
Lang gesagt:
Am Ende eines abgelaufenen Geschäftsjahres kann nach Fertigstellung der Jahresbilanz festgestellt werden, wie hoch der Jahresüberschuss der VcA Wasser GmbH durch die eingenommenen Lizenzgebühren ist. Nach Abzug der Steuern steht der tatsächliche Jahresgewinn fest.
Die beteiligten Gesellschafter (Verein, Stiftung und KG) beschließen die Ausschüttung des Gewinns gemäß dem jeweiligen Gesellschaftsanteil.
Dabei gehen 40% an die Stiftung, 20% an den Verein und 40% an die KG der Investoren (siehe Punkt 3).
Seit 2013 erzielt die VcA Wasser GmbH Überschüsse, so dass mit den Lizenzeinnahmen aus 2013 und 2014 ein Breakeven für die Anfangsfinanzierung erzielt werden konnte.
Von Anfang an war es jedoch wichtig, die von Viva con Agua unterstützten Wasserprojekte mitzufinanzieren.
Schon 2011 konnte die Viva con Agua Wasser GmbH somit 5.000 Euro für das damalige Indien-Projekt spenden. Im Jahr 2012 folgte nochmals eine Spende von 15.000,- Euro, 2013 in Höhe von 20.000,- Euro. Die Weiterleitung der Wasser GmbH an den Verein Viva con Agua steigerte sich seit dem kontinuierlich.
Ausführliche Übersichten über die Zuwendungen der Wasser GmbH finden sich in den Jahresberichten: www.vivaconagua.org/jahresberichte
Neben Spenden und Gewinnausschüttung bestehen etliche zusätzliche Mehrwerte aus den Aktivitäten der Wasser GmbH. Etliche Personen und Organisationen werden erst über das Wasser auf den Verein aufmerksam und engagieren sich daraufhin für Viva con Agua als Spender, als Fördermitglieder, Käufer unseres Merchandise etc.
Neben laufend entstehenden Mehrwerten finanzieller Art sind auch die entstehenden Kontakte und Netzwerke besonders wertvoll. Es ist wichtig, die Gesamtheit der Mehrwerte zu betrachten, die das Mineralwasser VcA bringt.


 10. Welche Wege sollen in Zukunft eingeschlagen werden?

Kurz gesagt:
Wir werden weiterhin Wasserprojekte unterstützen und mit weiterführenden Konsumprodukten für unsere Vision aktivieren.
Lang gesagt:
Aus den Rückzahlungen und Gewinnen der KG konnte seit 2013 bereits die Goldeimer GmbH unterstützt werden, die durch ihren sanitären Fokus einen wesentlichen Beitrag zu den WASH-Themen von VcA leistet und zur VcA-Family gezählt wird. Das Goldeimer Klopapier ist das zweite Lizenzprodukt zur gesellschaftlichen Sensibilisierung, welches auf den Markt gebracht wurde.
Ziel ist es, den Konsumenten durch Produkte des täglichen Lebens auf die Projektarbeit (WA-S-H) die VcA unterstützt, aufmerksam zu machen. Dabei steht das Mineralwasser für die TrinkWAsserprojekte, das Klopapier für die Sanitärkomponente unserer Projekte und es wird aller Voraussicht nach noch etwas im Hygienebereich folgen.
Des Weiteren sollen die Produktverpackungen mehr auf das, was in den Projekten geschieht, aufmerksam machen, Informationen zu den Projektländern kommunizieren und somit den globalen Zusammenhang unseres Konsumverhaltens verdeutlichen.
Wir werden mit unseren aktuellen und zukünftigen Partnern für die Herstellung und den Verkauf Schritt für Schritt die Produkte und ihre Verpackungen umweltfreundlicher und ressourcenschonender gestalten. Da dies immer mit großen Investitionen auf Seiten unserer Produzenten verbunden ist, kann dies nur schrittweise und im Rahmen vernünftiger Wirtschaftlichkeit erfolgen. Klar ist, je größer die Nachfrage und damit auch die wirtschaftliche Bedeutung der Produkte, umso einfacher wird  dieser Prozess.
Auch hier zeigt sich wieder, wie der Konsument durch seine Nachfrage das Angebot beeinflussen kann. Jeder Einzelne kann mit seiner Kaufentscheidung auf den Markt und sein Angebot positiv einwirken.