Wasserprojekte


1. Projekt: Kindergärten und Sportstätten auf Kuba
Ziel: Wasserspender in 153 Kindergärten und vier Sportstätten
Kosten: ca. 50.000 Euro
Nutzer: Über 10.000 Menschen
Partner: Deutsche Welthungerhilfe
Start: 2005
Status: Abgeschlossen
Das Projekt: Wasserspender für Kuba
Kuba im Überblick 
Viva sin Agua: Alltag auf Kuba
Interview mit Richard Haep, DWHH
Kubas Gesundheitssystem
Reiseberichte, Mai 2005

Viva con Agua en Cuba!

April/Mai 2006: Besuch eines Kindergartens in Vedado/ Havanna.

Carolin & Christian von Viva con Agua vor Ort in Kuba bei den Kindern.

Carolin & Christian von Viva con Agua vor Ort in Kuba bei den Kindern.

Vedado, zu deutsch ?Wäldchen?. Der Name ist Programm für dieses baumreiche, für kubanische Verhältnisse sehr ruhige Viertel inmitten der Hauptstadt. Wir besuchen zusammen mit Dilcia García Pérez den ?Circulo Infantil Elpidio Valdez?, einen Kindergarten für die Altersstufen 3-6 Jahre, in dem von der Deutschen Welthungerhilfe (DWHH) bereits vier Wasserspender aufgestellt wurden.

Dilcia ist zuständig für internationale Beziehungen der ACPA, einer cubanischen Ernährungsorganisation, die eng mit der DWHH (auf Spanisch: Agro Acción Alemana - AAA), unserem Partner vor Ort, zusammenarbeitet.

 

Zuerst finden wir den Kindergarten nicht, da er versteckt in einem recht unscheinbaren Haus in einer reinen Wohnstraße des Viertels liegt. Die Leiterin des Kindergartens heißt Mabel und empfängt uns an der Grundstückspforte, die mit einem schweren Schloss vor unerwünschten Eindringlingen schützt. Kaum sind wir auf dem Gelände, werden wir in eine Wolke von Kindergeräuschen eingehüllt. Die Niños sind begeistert vom seltenen Besuch aus Deutschland. Unsere gezückten Kameras veranlassen sie sofort, sich selbst zu inszenieren um sich danach über ihr digitales Spiegelbild zu freuen.

Rund 150 Kinder sind aufgeteilt in vier verschiedene Altersgruppen von denen jede über einen Wasserspender verfügt. Diese sind zentral in den Aufenthaltsräumen aufgestellt, sodass alle Kinder jederzeit über abgekochtes und gekühltes Trinkwasser verfügen können - gespülte Alu-Becher stehen bereit. Nach Bedarf werden die etwa 35l fassenden Tanks ein- bis zweimal täglich aufgefüllt. Dies geschieht mit Hilfe eines Ersatzkanisters, der mit abgekochtem Wasser befüllt und eingesetzt wird. Pro Wasserspender gibt es einen Ersatzkanister, sodass jederzeit Nachfüllmöglichkeit besteht.

"Die Kinder haben weniger Infektionen, Fieber und Magen-Darm-Beschwerden."

Auf unsere Frage nach dem Krankheitsstand der Kinder erhielten wir sofort die Antwort, dass es viel besser geworden sei nachdem die Wasserspender in Aktion traten, die Kinder haben weniger Infektionen, Fieber und Magen-Darm-Beschwerden. Oftmals füllen sich sogar die Eltern ihre Wasserflaschen für den Heimweg ab, wenn sie ihre Kinder abholen. Dabei ist zu bemerken, dass in den Privathaushalten, in denen nicht selten 10 oder mehr Personen wohnen, die Bewohner nicht immer die Geduld aufbringen, ihr Trinkwasser abzukochen und herunterzukühlen. Auch in Schulen mit vielen Schülern ist gar nicht die Möglichkeit gegeben, das Leitungswasser abzukochen, weshalb viele Kubaner häufig unter Durchfall, Parasitenbefall und Entzündungen im Mund- und Rachenraum leiden.

Trotz kinderleichter Bedienung erhielten nach Aufstellung der Geräte jeweils kleine Gruppen von 6-8 Kids eine Einweisung in den Umgang mit den Wasserspendern. Ihnen wurde erklärt, warum es das Trinkwasser nun aus den großen weißen Türmen gibt und dass es ein kostbares Gut ist, das nur zum Trinken und nicht zum Verschwenden da ist und dass man die Geräte gut behandeln muss. Dass diese Regeln auch eingehalten wurden, zeigt die Tatsache, dass es in den zwei Jahren der täglichen Benutzung noch kein einziges Problem mit den Wasserspendern gab. Auch bei den vielen Stromausfällen, die meist nur für kurze Zeit anhielten, blieb der Inhalt zunächst gekühlt und die Geräte sprangen jedes Mal wieder problemlos an.

Schön zu sehen, dass die Spenden so gut ankommen und auch wirklich dringend gebraucht werden!

Update:

Seit Juni 2006 sind, wie geplant, 153 Kindergärten und 4 Sportinternate in Havanna mit den Wasserspendern von Viva con Agua ausgestattet!

Ein Projekt, das wir unbedingt als ausbaufähig erachten, denn auch in anderen Regionen Kubas ist der Bedarf an sauberem Trinkwasser sehr groß!

Carolin Kopp & Christian Wiebe
Viva con Agua de Sankt Pauli

1. Projekt: Kindergärten und Sportstätten auf Kuba
Ziel: Wasserspender in 153 Kindergärten und vier Sportstätten
Kosten: ca. 50.000 Euro
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Partner: Deutsche Welthungerhilfe
Start: 2005
Status: Abgeschlossen
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