2021: Mehr als 3,1 Millionen Euro für Trinkwasserprojekte

Man kommt einfach nicht an dem Thema vorbei: Covid-19 hat die Welt fest im Griff. Und wenn es darum geht, das vergangene Viva con Agua Jahr zu reflektieren, dann lässt sich vieles darüber sagen. Es war turbulent, außergewöhnlich, herausfordernd, spannend, auch ein bisschen verrückt. Aber es war eben auch das zweite Jahr in Folge, in dem die Pandemie gewohnte Strukturen in Frage gestellt hat. Kaum Festivals und Konzerte und somit nur wenige Möglichkeiten Pfandbecher zu sammeln für sauberes Trinkwasser. Keine Millerntor Gallery, kein Netzwerktreffen, keine Reisen in Projektgebiete.

In Äthiopien bohrt das Bohrgerät John’s Rig weiterhin viele Brunnen. Foto: Lea May.

Aber Viva con Agua wäre nicht Viva con Agua, wenn wir uns von einer derartigen Krise den Optimismus und unsere Leidenschaft für positiven Aktivismus und soziales Engagement nehmen lassen würden. Mit viel Energie und Hirnschmalz haben wir tolle Community-Events, wie den Run4Water und den Ride4Water auf die Beine gestellt. Wir haben den Baustart der Villa Viva in Hamburg und unseren 15. Geburtstag gefeiert. Und wir haben das Jahr mit einem verrückten Spendenmarathon im Netz ausklingen lassen. Am Ende können wir dem Jahr noch ein weiteres Attribut hinzufügen: es war erfolgreich!

Einmal Zahlen, bitte!

2021 sind knapp 3,1 Millionen Euro in WASH-Projekte geflossen. Damit haben wir es alle zusammen geschafft, trotz der besonderen Zeit erneut mehr Geld weiterzuleiten als je zuvor. Im Durchschnitt der letzten Jahre hat Viva con Agua gemeinsam mit den Partnerorganisationen jedes Jahr rund 250.000 Menschen durch WASH-Projekte erreicht. Das ist einfach großartig, finden wir.

Auch Caro, Geschäftsführerin des Vereins, sieht das so. „Ich möchte mich bei allen Unterstützer*innen von Viva con Agua bedanken“, sagt sie. „Es ist unglaublich zu sehen, wie vielen Menschen unsere Vision, Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle Menschen, am Herzen liegt. Wir sind dankbar für unser Netzwerk und freuen uns über jede einzelne Person, die neu zu uns kommt. Es ist eine große Aufgabe, die wir nur gemeinschaftlich lösen können. Umso bedeutsamer ist es für uns, dass sich 2021 so viele Unterstützer*innen engagiert haben.“

Mit den Spendengeldern haben wir 2021 Projekte in den zehn Ländern unterstützt. Südafrika, Uganda, Tansania, Äthiopien, Sambia, Mosambik, Simbabwe, Kenia, Nepal und Indien. Dieses Jahr wollen wir selbstverständlich noch eine Schippe drauf legen. Wir haben uns vorgenommen noch mehr Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser, Sanitäranlagen und Hygiene zu ermöglichen. Besonders im Fokus stehen fünf bereits bestehende Projekte.

Eines der Nebelnetze (Cloud Fisher) in 2000 Meter Höhe in Tansania. Foto: Noah Felk

Das haben wir 2022 vor

One WASH Uganda: Ziel des Projektes ist es, den Zugang zu sauberem Trinkwasser, Sanitärversorgung und Hygiene zu erhöhen, sowie die Zusammenarbeit mit Handwerker*innen und lokalen Distriktverwaltungen auszubauen und zu verbessern. In Zahlen bedeutet das: Acht neue Brunnen sollen gebohrt und vierzig weitere repariert und wieder in Betrieb genommen werden. Außerdem streben wir an, 48 Water Commitees auszubilden und einzusetzen. 2022 sollen vier Aus- und Weiterbildungen für Handpumpenmechaniker*innen durchgeführt werden. Innerhalb von neu gegründeten WASH SCHOOL CLUBS werden Schüler*innen mit Hilfe der universellen Sprachen Kunst, Musik und Sport auf freudvolle Weise inspiriert, aktiviert und zu einer Hygiene- und gesundheitsbewussten Lebensweise motiviert.

John´s Rig, Äthiopien: Neben Baumaßnahmen im Bereich der Trinkwasserversorgung soll der Bau von Latrinenblocks (Toiletten) und umfassende Hygiene-Schulungen vorangetrieben werden. Insgesamt soll das Bohrgerät John’s Rig 2022 rund 25 Brunnen für rund 10.000 Menschen bohren.

In dem Projekt South Africa WINS in Südafrika will das Team von Viva von Agua Südafrika elf Schulen mit Wasserversorgung und Toiletten ausrüsten. Außerdem führt das Team die „Universal Languages 4 Behaviour Change“ ein.  

Cloud Fisher ist ein Projekt in Babati, Tansania, einem Ort, der 2000 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Durch die Höhe ist Brunnenbau nahezu unmöglich. Aus diesem Grund setzen wir in dem Projekt auf eine spezielle Technologie der Wassergewinnung: den CloudFisher. Dabei handelt es sich um Nebelnetze, welche die Feuchtigkeit aus der Luft auffangen und sammeln.

Das Projekt WASH n Soul in Sambia zielt darauf ab, das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Einrichtungen durch einen nachhaltigen Zugang zu Wasser, sanitären und hygienischen Dienstleistungen (WASH) Wirklichkeit werden zu lassen. Mindestens 5000 Schüler*innen sollen den Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten. Gleichzeitig werden Strukturen und Konzepte für Abfallwirtschaft, soziales Unternehmertum und Klimaschutz einbezogen.

Auch du kannst die Projekte durch eine Fördermitgliedschaft, eine einmalige Spende oder deine eigne Aktion unterstützen. Be Part of the Family!

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Empfänger*in: Viva con Agua
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BIC: HASPDEHHXXX
Betreff: WASSER FÜR ALLE

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