Das WINS Projekt in Bulungula – ein ganzheitlicher Ansatz

Seit 2020 engagiert sich Viva con Agua in Südafrika, konkret organisiert durch den ausgegründeten gemeinnützigen Verein Viva con Agua South Africa. In Südafrika gibt es immer wieder deutliche Unterschiede der Infrastruktur zwischen urbanen und ruralen Gegenden. Der Fokus unterstützter Wasserprojekte liegt in Südafrika deshalb besonders auf der Umsetzung von WASH-Projekten an Schulen in den ländlichen Regionen von Bulungula, welches in der Provinz Eastern Cape liegt. Als WASH-Officer ist Mercy Nqandeka für dieses Projekt zuständig. Dass Mercy für Viva con Agua South Africa arbeitet, ist für beide Seiten ein Glücksfall. Denn für die Autorin und studierte Agrarwissenschaftlerin ist dieses Projekt nicht nur ein Job, sondern eine Herzensangehlegenheit – sie selbst ist in Bulungula großgeworden.

Das South Africa WINS Projekt legt einen Fokus auf insgesamt 50 Schulen der Eastern Cape Provinz. Dort sollen neue Wasserversorgungsstellen gebaut, bzw. saniert werden. Außerdem werden mit Health Clubs Schüler*innen und Lehrerkräfte dafür sensibilisiert , welch wichtigen Faktor Hygiene  für die Gesundheit und die Wasserqualität bedeutet. Mercy erklärt, dass es einen ganzheitlichen Ansatz benötigt um Verhaltensänderungen dauerhaft umzusetzen: „Wir können eine Infrastruktur bereitstellen, das ist der erste Schritt. Aber wir müssen auch dafür sorgen, dass diese gewartet werden können und alle Schüler*innen und Lehrer*innen sensibilisiert mit dem Thema Hygiene umgehen können.“ Mehr Informationen zu dem Projekt findet ihr hier.

Leben im Eastern Cape

Aufgewachsen in einem Haus, dass sich Mercy und ihre Familie mit ihrer Großmutter und Onkel teilten, gab es für die 10 Kinder im Haus einen klaren Tagesablauf: „Die Älteren kochen Wasser zum Baden auf, wir Kinder machten uns für die Schule fertig. Es war ein riesiges Chaos und irgendwer musste das Frühstück vorbereiten. Nach der Schule stand der Haushalt an, während meine Mutter oder Tante gekocht hat. Wir mussten den Abwasch machen, Wasser und Feuerholz für den nächsten Tag holen. Viel Zeit für Schulaufgaben blieb nicht, die wurden dann schnell abends gemacht und dann ging es ins Bett.“, erzählt Mercy. So wie Mercy ergeht es vielen Schüler*innen in ruralen Regionen Südafrikas: Schule hat immer wieder eine nachgestellte Position. Bei Mercy lief es schließlich anders. Nach der Highschool an einem Internat, entschloss sie sich zu studieren: erst den Bachelor of Crops Science, schließlich den Master. Danach ging es per Stipendium nach Frankreich, Österreich und Uganda. Es folgte die Rückkehr nach Südafrika mit einem Doppelmaster in Agrarwissenschaften.

In der gesamten Zeit wurde ihre Verbundenheit zu ihrer Heimat und ihrem Dorf deutlich. Mercy war sich immer bewusst, dass ihr Weg sie irgendwann wieder zurückführt: „Mir wurde klar, dass ich in den Dörfern arbeiten möchte. Ich habe zwei Bücher veröffentlicht, in der ich mich mit der Geschichte meines Landes beschäftigt habe. Ich wollte dort etwas bewegen, wo ich herkomme. Wenn man sich die Situationen der Dörfer anschaut, kann man daran ableiten, wie sich ein ganzes Land entwickelt. Deshalb kehrte ich zurück und arbeitete im Bulungula Incubator. Meinen Plan zu promovieren, verwarf ich, als mir Ajay (Mitgründer von VcA SA) von Viva con Agua erzählte und mir einen Job anbot. So hat meine Geschichte mit Viva con Agua begonnen.

Welchen Einfluss hat das Projekt auf das Leben der Schüler*innen

Für beide Seiten ein absoluter Glücksgriff. Mercy kann in ihrer Heimat Veränderungen und Entwicklungen bewegen und hat einen direkten Draht zu allen Menschen, die dort leben. Sie sorgt mit dem Team von Viva con Agua South Africa dafür, dass Schuleinrichtungen ohne WASH-Infrastruktur nun endlich Toiletten und Wassertanks haben. „Ich habe es selbst erlebt, wie wichtig Zugang zu sauberem Trinkwasser an Schulen ist. Das will ich den jungen Kindern hier zurückgeben. Das sie ähnliche Chancen wie ich haben. Ich liebe auch den Universal Language Approach von Viva con Agua. Die Schüler*innen gehen mit einer ganz anderen intrinsischen Motivation zur Schule.

Unter den Universal Language Approach For Behaviour Change versteht Viva con Agua die Methodik durch die universellen Sprachen Musik, Sport und Kunst, den Menschen einen einfacheren Zugang zu Themen wie Hygiene zu geben. Mithilfe des Football4WASH Trainings sollen zum Beispiel hygienische Standards etabliert werden. Die Schüler*innen tragen diese Standards in ihre Familien und werden so selbst zu Multiplikatoren.

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