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Umgang mit sauberem Trinkwasser an Schulen

In der Serie Faces of Agua stellen wir Akteurinnen und Akteure vor, die mit und für Viva con Agua Wasserprojekte umsetzen. Sie arbeiten als Mechanikerinnen, Projektleiter, Ingenieure, Workshopleiterinnen und vieles mehr. Wer sind die Menschen, die in verschiedenen Ländern täglich im Einsatz sind für sauberes Trinkwasser?
Hier kommen sie zu Wort.

Ich heiße Burhani Mustapha und komme aus Tansania. Dort unterstütze ich Viva con Agua als Kommunikationskoordinator für positive Verhaltsänderungen. Wenn man auf die klassischen Aufgabenteilung schaut, wäre ich im Bereich der Software tätig. Ich bin weniger darin involviert, wie die Wasser-, Sanitär- und Hygieneeinrichtgungen gebaut werden, sondern mehr, wie sie langfristig an den Schulen genutzt werden können. Da geht es vor allem um Hygieneworkshops, die wie viele Dinge bei Viva con Agua sehr positiv gestaltet werden. 

Burhani Mustapha. Er leitet Workshops für den richtigen Umgang mit sauberem Trinkwasser an Schulen für sowohl Schüler*innen als auch Lehrer*innen
Burhani Mustapha, WASH Officer in Tansania. Foto: Viva con Agua

Zur Vorbereitung auf meine Arbeit für Viva con Agua bin ich nach Kampala in Uganda gereist. Dort habe ich beim Viva con Agua Uganda Team das Training of Trainers mitgemacht. Sie haben mich in all den Punkten geschult, die für das Halten von Football4WASH Workshops nötig sind. Jetzt kann ich sogar weitere Lehrer*innen oder Sozialarbeiter*innen darin schulen, selber Workshops geben zu können. Bei Football4WASH lernen junge Menschen auf freudvolle Weise, worauf sie besonders achten müssen, um einen hygienischen Umgang mit sauberem Trinkwasser zu gewährleisten.

UL4BC – weltweit adaptierbar

Durch die positiven und spaßigen Elemente beim Kennenlernen dieser Verhaltensweise prägen sich die Schüler*innen diese besser ein. Wir wünschen uns aber, die universellen Sprachen Sport, Musik und Kunst noch breiter für solche Workshops zu verwenden. Deshalb sind die ersten Art4WASH und Dance4WASH Workshops bereits in Planung. Uns ist auch wichtig, dass wir bei der Installierung von WASH-Infrastruktur so inklusiv denken wie möglich. Daher prüfe ich mit meinem Kollegen Baraka vorab immer alle Bauvorhaben ab. Gibt es an den Schulen Kinder mit besonderen Bedürfnissen? Dann passen wir die Einrichtungen darauf an.

Ein weiterer wichtiger Faktor in meinem Arbeitsbereich ist die Menstruationshygiene. Dabei fokussieren wir uns auf mehrere Dinge. Zum einen die Entstigmatisierung der Menstruation. Oftmals bleibt die Menstruation ein Tabuthema in der Gesellschaft. Wir wollen den jungen Mädchen das Gefühl geben, dass auch die Schule auch während der Menstruation ein sicherer Ort ist. Das Einführen von safer spaces gehört daher zu unseren Kernaufgaben. Auch der Zugang zu Trinkwasser und Hygiene ist hier enorm wichtig. Um zusätzlich Müll zu reduzieren, setzen wir außerdem auf wiederverwendbare Pads. 

Ein Ziel der Workshops ist es an allen Schulen sogenannte WASH-Clubs zu gründen. Das sind eine Gruppe von Schüler*innen und Lehrer*innen, die die Inhalte soweit verinnerlichen, dass sie diese eigenständig weitergeben können. So werden sie selbst direkt zu Mulitplikator*innen und tragen die Verhaltensänderungen bzgl. des Umgangs mit sauberem Trinkwasser weiter. 

Burhani bei einem Football4WASH Workshop am Weltwassertag. Hier brieft er andere Lehrer*innen.
Burhani Mustapha bei der Erklärung eines Football4WASH Drills. Foto: Viva con Agua.

Die Bedeutung von Zugang zu sauberem Trinkwasser

Dass ich nun in diesem Bereich arbeite, ist für mich etwas ganz Besonderes. Als Kind ging es mir wie vielen der Schüler*innen, die ich heute durch den Schulalltag begleite. Unsere Schule hatte zwar viel Platz in den Klassenräumen, aber es gab keine Klos oder sonstige sanitären Anlagen. Daher mussten wir immer das Wasser, dass wir für den Tag brauchten, selbst zur Schule mitbringen. Jeden Tag 3-4 Liter über 5km schleppen, war unfassbar anstrengend. Auch zur Hause hatten wir nur einfache Latrinen. Also eine ähnliche Situation, wie in den Schulen, in denen wir aktuell arbeiten. Für mich wie auch für die Schüler*innen ist es dann auch eine große Umstellung, die verbesserten Klos zu nutzen.

Als ich dann zur Universität gehen konnte, war für mich sofort klar, dass ich meine Passion der WASH Advocacy widmen möchte. Menschen, die ähnliche Situationen wie erleben, zu unterstützen, erfüllt mich ungemein. Das ist der Grund, weshalb ich jeden Tag, meine Arbeit mit Freude angehen kann.

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Alle Infos gibts hier.

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